00:00:02: Als Barbara ein Kind war und in Süddeutschland lebte, hat ihre Mutter oft wenn Besuch kam einen bestimmten Satz gesagt.
00:00:11: Und der hat in Barbara etwas Tiefes ausgelöst was ihr damals nicht bewusst war.
00:00:16: Herzlich willkommen Barbara!
00:00:17: Erzähl doch mal... Was hat deine Mutter jedes Mal gesagt?
00:00:22: Ja
00:00:22: danke tatsächlich hat meine Mama jedes Mal wenn Besucht kam gesagt zu mir und meinen Geschwistern verstellt euch.
00:00:29: Und dieses Verstellt Euch meinte sie auf so eine lustige, humorvolle Art.
00:00:34: aber das hat in mir damals sowas tiefes ausgelöst und ich habe so ne Dissonanz gespürt dass ich gedacht hab ah!
00:00:40: Ich muss mich also verstellen damit ich im Außengut ankomme.
00:00:44: Ich kann also nicht zu sein wie ich wahrhaftig wirklich bin.
00:00:48: Das hat mich wirklich als Kind... Ich glaube, mit acht, neunzehn Jahren ist mir das so richtig bewusst geworden.
00:00:56: Und ich erinnere mich bis heute dran und jetzt bin ich fast fünfzig.
00:00:59: Das heißt es hat einfach was ausgelöst in mir und es hat mich ehrlicherweise verletzt.
00:01:06: Ja, danke dass du das teilst!
00:01:09: Und weißt du denn, was deine Mama meinte?
00:01:13: Solltet ihr euch vorstellen und besonders leise sein oder besonders höflich die Gäste begrüßen?
00:01:20: Was meinte sie eigentlich damit?
00:01:23: Ich glaube, aber das ist ihr natürlich nicht bewusst und ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern jetzt.
00:01:28: Weil einfach auch durch unsere innere Arbeit die wir ja mit uns selbst tun können wir uns von unseren inneren Eltern lösen und in einem wirklich erwachsenes Verhältniskommen.
00:01:39: Was sie damals wollte, ist dass sie so ein bisschen ihre Kinder zeigt.
00:01:44: Weil sie hat ... Sie hat immer gearbeitet ihr Leben lang aber sie hat natürlich keine Karriere in dem Sinn gemacht und es hat immer gesagt ihr Kinder seid meine Karrieren und deshalb wollte sie gerne wenn Besuch kamen den Besuch zeigen.
00:01:56: guckt mal ich habe drei Kinder und die sind höflich die begrüßen mit Handschlag und damals noch mit Knicks kann man sicher gar nicht mehr vorstellen Und die haben dann bestätigt, dass sie eine gute Mutter ist.
00:02:08: Das ist immer schwierig, wenn wir was im Außensuchen uns bestätigen sollen.
00:02:15: Wahnsinn!
00:02:15: Du sagst gerade mit Knicks?
00:02:17: Also das klingt ja fast wie am Hof... Ich bin aus Dresden, August der Starke, Kräfenfusel mit Knix.
00:02:25: Es klingt nach einer Gesellschaft ... die jetzt ein bisschen feiner ist, kamst du da aus einem bestimmten Verhältnis oder Haus mit Knicks?
00:02:35: Ne, es waren nur ... meine Eltern sind sehr konservativ und sehr katholisch.
00:02:39: Und für meine Eltern gehörte einfach diese der gute Ton und sozusagen die Manieren das gehörten einfach dazu.
00:02:47: Ich merke das heute dass ich beim Thema Tisch manieren das an meinen drei Kindern weitergebe weil ich finde Tische manieren sehr wichtig Weil das einfach auch was mit Respekt dem anderen Gegenüber zu tun hat und eine Begrüßung ist auch gut aber dieses Steife einfach so war.
00:03:04: Es war alles so steif und dieses Katholische hat es auch noch irgendwie enger und steifer gemacht.
00:03:12: Okay, also das kam aus dieser katholischen Seite spannend ja?
00:03:17: Also wer sich anschaut schreibt gerne mal in die Kommentare ob ihr auch Besuch mit Knicks begrüßen musstet oder was eure Eltern vielleicht von euch erwartet haben oder gesagt haben.
00:03:30: Ich habe oft gehört, dass viele vor Besuch extra aufgeräumt haben und deswegen hat heute viele Kinder die dann älter sind so eine Phobie mit Aufräumen und Besuchen.
00:03:42: Also das ist schon spannend was das auslöst.
00:03:46: Und was ist dir jetzt?
00:03:48: Was bedeutet das heute für dich liebe Barbara?
00:03:51: Was ist dir dann so im Nachhinein bewusst geworden?
00:03:54: Was hat es mit dir gemacht?
00:03:57: Also es hat tatsächlich ganz viel gemacht.
00:03:59: und jetzt in der Rückschau, das ist ja so schön weil wir unser Leben nach vorne leben aber rückwärts verstehen.
00:04:05: Das hat ja der skandinavische Philosoph gesagt Und ich kann das für mich total mitnehmen Gerade diesen Satz, der ist sozusagen eines meiner Kernthemen in meine Arbeit geworden.
00:04:19: Weil ich Frauen und gerade auch Frauen die Mama sind und die arbeiten und oft in diesem Spagat sind zwischen diesen Ansprüchen gerecht zu werden es eben nicht hilft ein Verstelllich sei irgendjemand anderes sondern verankere dich in dir in der Tiefe deines Seins in der tiefe deine eigenen Persönlichkeit idealerweise In und mit Deiner eigenen Liebe.
00:04:45: Mit der Liebe zum Leben, mit der Liebe zu allem was ist – mit der Allverbundenheit!
00:04:50: Und wenn Dir das gelingt?
00:04:51: Wenn Du ganz tief verbunden bist mit dem, was Dich ausmacht Dann kommt die Kraft.
00:04:57: Und dann können wir so gut funktionieren wie noch nie, aber dann ist es eben nicht ein Funktionieren im Außen und diese To-dos, die wir alle haben jeden Tag, sondern es ist eine wirkliche Verankerung in uns
00:05:12: selbst.".
00:05:13: Und da liebe ich die deutsche Sprache so sehr, weil dieses Wort verankern.
00:05:17: Da ist ja der Anker drin und wenn wir selber in unserer eigenen Liebe verankert sind dann haben wir auch immer eine Richtung und ein Kompass und dann sind wir einfach innerlich gehalten von uns selbst.
00:05:30: und das finde ich ein schönes Bild.
00:05:32: Ja, das ist sehr, sehr schön!
00:05:35: Wie geht es dir jetzt heute damit?
00:05:38: Würdest du sagen, das hat dir auch irgendwie geholfen?
00:05:41: Gab es da eine gute Seite?
00:05:44: Das ist ja leider oft so.
00:05:45: Dass die Dinge, die uns wirklich weh tun ... erst so wehtun, dass wir denken oh Gott warum muss das sein?
00:05:51: und es ist so schmerzhaft.
00:05:52: ich will das nicht.
00:05:53: Und wir drücken das weg.
00:05:54: wenn wir aber eben uns die Zeit nehmen und in den Prozess eintauchen und durch den Schmerz durchgehen weil das weiß du das weiß ich das wissen alle bestimmt die hier zuschauen weil es einfach einen mit einem Bewusstseinsgrad zu tun hat dass wir dem prozess vertrauen können.
00:06:14: Und ich habe eben damals erkannt, dass das was mir so weh getan hat für mich wie eine Richtschnur war.
00:06:19: Dass immer dann wenn es wehtut darf ich hinschauen Dann triggert mich das, dann aktiviert mich das und da darf ich mir überlegen warum tut es mir weh?
00:06:27: Und dann in dieses Sortieren zu kommen Was ist tatsächlich meins?
00:06:31: Was muss ich für mich anschauen?
00:06:33: Was kann ich aber in Liebe zurückgeben?
00:06:37: dem anderen lassen und sagen, das hat was mit mir gemacht.
00:06:40: Ich habe es aber gelöst und jetzt kann ich es in Liebe zurückgeben damit du's für dich lösen
00:06:46: kannst.".
00:06:46: Und das ist natürlich... Das klingt jetzt so!
00:06:49: einfach.
00:06:49: Es ist überhaupt nicht einfach in der Umsetzung, aber es war für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse – für mich, für mein Leben, für meinen Leben als Frau, als Mama, als Partnerin, als Freundin und als Mentorin.
00:07:03: Aber es ist eben auch wichtig als Prinzip für meine Arbeit und dieses Innere Sortieren.
00:07:09: das ist einfach.
00:07:10: ich glaube dass er diesen Ursprung in diesem Verstellt euch hatte
00:07:15: Und du hast ja auch ein Buch geschrieben, das was man da sieht ist von dir.
00:07:21: Liebe ist keine Emotion.
00:07:24: Hast du dich dann auch viel mit Liebe beschäftigt?
00:07:28: oder diese innere Liebe?
00:07:31: Die Liebe zu sich selbst und wie ... Was würdest du sagen, wie wichtig es die Liebe zu fühlen in sich selbst?
00:07:41: Ja!
00:07:42: Das ist so ein schönes Thema.
00:07:43: Also, da steht Liebe ist keine Emotion und das K ist in Klammern weil natürlich ist Liebe auch eine Emotion.
00:07:50: also wir alle spüren ja Liebe zu irgendeinem anderen Menschen, zu einem Haustier, zu irgendetwas Und natürlich ist es eine Emotion.
00:07:59: Es ist aber eben auch und das ist sozusagen meine These die ich aufstelle Eine Haltung und wenn wir ein Leben leben In einer Haltung aus Liebe dann schwingen wir uns ein.
00:08:11: Die Liebe ist nun mal einfach die höchste Frequenz, die wir im Universum haben.
00:08:15: Und das sehen wir ja auch immer wieder, dass Liebe eben wirklich die transformierende Kraft ist – die stärkste Kraft!
00:08:22: Liebe ist viel stärker als Hass, als Gewalt und alles andere weil sie ihre eigene Form hat Und das hat mich einfach total fasziniert.
00:08:32: Ich habe eben als Jugendliche das Konzept der bedingungslosen Liebe kennengelernt, das schreibe ich auch ganz kurz im Buch und dieses Prinzip hat mich so fasziniert dass eine liebebedingungslos sein kann.
00:08:44: Auch da wieder im Wortsinn,
00:08:46: d.h.,
00:08:47: es ist bedinglungslos also ohne Bedingungen einfach sein dürfen und in einer Liebe getragen sein dürfen, und gehalten sein dürfen ohne Bedingungen.
00:08:59: Und das hat natürlich einen auch da wieder.
00:09:02: sozusagen wenn ich die Liebe im Außenspüre dann habe ich sie in mir und dann kann ich Sie von mir wieder nach außen bringen.
00:09:11: Dann sind wir wie so eine Art Gefäß der Liebe – und das ist natürlich eine Utopie, das ist mir schon klar!
00:09:17: Aber es wäre schön, wenn wir einfach miteinander liebevoller Also voller Liebe miteinander umgehen würden.
00:09:25: Ja, das wäre wirklich sehr schön!
00:09:27: Das wünsche ich mir auch für alle.
00:09:29: ja und weil viele Menschen das ja gar nicht fühlen oder erleben oder die Welt da draußen manchmal alles andere als liebevoll ist und viele Menschen sich fragen wie kann man das jetzt aber vielleicht fühlen?
00:09:42: Oder wie komme ich dahin?
00:09:44: deswegen hast du ja auch viel auf Social Media bist auf Instagram, auf LinkedIn.
00:09:50: Erzähl doch mal liebe Barbara was hat man davon wenn man mit dir auf Insta oder LinkedIn verbunden ist?
00:09:57: Also ich hab einfach eine Community und mit dieser Community spreche ich einfach über.
00:10:07: am Ende geht's immer um Liebe.
00:10:08: das hätte eigentlich auch ein Buchtitel sein können Und vor allen Dingen spreche ich darüber, was ich in meinen Mentorings erlebe und vor allen dingen.
00:10:17: Ich habe ein wunderbares Programm kreiert das heißt Anmut.
00:10:20: Tatsächlich finde ich es Anmut auch eine Form von Liebe weil da das Wort Mut drin steckt und es braucht Mut anmutig zu sein.
00:10:28: Es brauchte auch in meiner eigenen Geschichte.
00:10:30: Ich hab Mut entwickeln müssen zu mir selber liebevoll zu sein Zu anderen Menschen liebevollzusein helfe ich anderen, wobei helfen ist eher so eigentlich Begleite.
00:10:44: Ich finde das ein schöneres Wort weil helfen hat manchmal sowas dass ich schon weiß wie es geht und ich weiß nicht wie's geht.
00:10:52: aber ich kann aus meiner Erfahrung sprechen und ich kann vor allen Dingen die Menschen begleiten.
00:10:57: Und da entsteht einen Raum und dieser Raum ist die Community und da kann man eintauchen in die Barbara-Energie eintauchen und sich dann das rausnehmen auf Instagram.
00:11:08: Ich lief ganz viel Content!
00:11:10: Ich lief ja ganz viele Dinge, die man sich abspeichern kann.
00:11:13: Du kannst mir schreiben und du kriegst ein Freebie zu den Themen... ich stelle immer den Link rein für das Buch!
00:11:21: Ich lese auch manchmal aus dem Buch vor, ich gebe Impulse daraus und so ist es auch auf LinkedIn.
00:11:27: Und vor allen Dingen eben auf LinkedIn ist es mehr eine Business-Plattform.
00:11:30: da rede ich jetzt nicht so viel über das Thema Liebe an sich weil das irgendwie linkt in so'n bisschen verkopfter.
00:11:37: Da rede ich mehr mit Anmut, sozusagen anmut und die innere Kraft.
00:11:41: Aber wie gesagt am Ende geht es immer um Liebe.
00:11:44: Sehr schön ja!
00:11:46: Und wer sich dafür interessiert ihr findet die Links alle unter dem Video oder unter dem Podcast und verbindet euch mit Barbara verbindet euch mit der Energie, mit dem Bewusstsein.
00:11:58: Denn dann werdet ihr auch selbstbewusster und mutiger, habt mehr Vertrauen, mehr Urvertrauen.
00:12:04: Und dann verändert sich einfach alles im Leben.
00:12:06: Dann wären die Beziehungen besser, die Menschen, die man trifft, die Chancen, die Möglichkeiten – das wünsche ich allen!
00:12:13: Das ist ja genau das.
00:12:15: Wenn wir verstehen dass Die Welt, in der wir leben – unser eigenes Leben.
00:12:22: Dass wir der Schöpfer und die Kreatorinnen sind.
00:12:26: Und das fängt einfach innen an!
00:12:29: Das Außen ist immer ein Abbild des Inneren.
00:12:31: Es geht nie von außen nach innen.
00:12:34: Es geht immer nur von innen nach außen.
00:12:37: Wenn wir diesen Weg in uns selber gehen mit all dem, mit dem Schmerz, mit der Transformation dann in dieses innere Wachstum kommen, in diese innere Freiheit.
00:12:50: Diese innere Liebe spüren und das danach außentragen?
00:12:53: Dann passiert genau das was du gerade gesagt hast!
00:12:56: Dann werden Beziehungen besser, dann werden wir erfolgreicher.
00:12:59: Dann ist auf einmal der Job auch leichter.
00:13:01: wer wir denken ach ja ich krieg es ja irgendwie hin.
00:13:04: Und diesen Drahtseilakt den grade wir Mamas eben haben mit dem Ich komme von einem anstrengenden Tag im Job nach Hause und dann gibt keine Pause Es geht sofort weiter.
00:13:15: Mama, wo ist mein Tonbeutel?
00:13:16: Wann habe ich
00:13:17: das?".
00:13:17: Ist die Lieblingsdienst gewaschen.
00:13:18: Was gibt es zum Abendessen?
00:13:20: Ich muss schnell dahin.
00:13:21: Mein Fahrrad hat einen
00:13:22: Platten.".
00:13:23: Dann ist es nicht dieses ... Sondern es ist dieses... Okay!
00:13:28: Das ist jetzt anders als ich's geplant hatte.
00:13:30: Ich würde mich gerne fünf Minuten hinsetzen und dann ist auch das möglich zu sagen.
00:13:36: Schatz, ich brauche fünf Minuten einchecken.
00:13:40: Job is job.
00:13:41: Jetzt bin ich hier, jetzt ist Family Time.
00:13:44: Jetzt mache ich das was die Kinder von mir brauchen und es ist eine ganz andere Haltung und da ist viel mehr Freiheit drin und das ist auch das, was die Kinderspüren und auch was die Familien spüren, was das Unternehmen spürt.
00:13:58: und das is kein einfacher Weg und deshalb ist es eben schön sich da begleiten zu lassen und in diese Community einzutauchen.
00:14:07: Das wünschen wir euch allen, dass ihr die Kraft habt für Job und Familie.
00:14:13: Ihr gesundes glückliches Leben lebt!
00:14:15: Und ich danke dir Barbara von ganzem Herzen für das schöne Interview.
00:14:19: Wünsche auch dir weiterhin viel Erfolg.
00:14:21: Ich hoffe, wir hören uns sehen noch viel von dir.
00:14:24: Ganz, ganz viel Erfolg und Danke für deine Zeit und deinen Engagement.
00:14:29: Ich danke dir von Herzen.
00:14:30: Es war total schön, es ist total schön hier dabei gewesen zu sein.
00:14:34: Danke für diese wunderbare Möglichkeit und dir auch von Herzem alles Liebe und Gute!
00:14:39: Dankeschön, dankeschön.